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2019-06-24 FEUER AN BORD Die Tragödie von Swissair Flug 111

 

Ein Video über eine Untersuchung von einem Flugzeugabsturz in Kanada am 2. September 1998. Es handelte sich um Swissair Flug 111 von New York nach Genf. Swissair (heute Swiss) ist die staatliche Fluggesellschaft der Schweiz.

Ursache für den Absturz war ein Systemausfall ausgelöst durch einen Kabelbrand vom Unterhaltungssystem für die Passagiere. Bei dem Absturz ins Meer wurden alle 229 Personen an Bord getötet. Von den letzten 6 Minuten des Fluges gibt es wegen der durchgebrannten Kabel keine Aufzeichnungen vom Flugdatenschreiber oder Stimmenrekorder. Nachfolgend der Funkverkehr zwischen den 2 Piloten und dem Tower.

00:18 (20:18 Ortszeit): Swissair-Flug SR 111 startet planmässig vom Flughafen John F. Kennedy (JFK) in New York, USA, nach Genf. Neben den beiden Piloten sind 215 Passagiere und 12 Flugbegleiter an Bord.

00:58: SR 111 erreicht ohne Zwischenfälle ihre Reiseflughöhe von 33.000 Fuss.

01:10:38: Die Piloten bemerken einen ungewöhnlichen Geruch im Cockpit und machen sich auf die Suche nach der Ursache. Nach kurzem Gespräch führen sie ihn auf die Klimaanlage zurück („Air conditioning, is it?“ – „Yes“).

01:13:14: Rauch im Cockpit.

01:13:33: Die Piloten besprechen mögliche Ausweichflughäfen.

01:13:53: Kommentar des Kapitäns: „Das sieht gar nicht gut aus hier oben“ („That’s not doing well at all up there.“).

01:14:15: SR 111 sendet Pan-pan (ein Funkruf mit hoher Priorität) an das zuständige Luftfahrt-Kontrollzentrum in Moncton, Kanada. Die MD-11 befindet sich zu dem Zeitpunkt 66 Seemeilen südwestlich des Halifax International Airport von Halifax, Kanada. Einer der Piloten meldet Rauch im Cockpit und erbittet die Freigabe zur Landung auf dem nächstmöglichen Flughafen. Er schlägt Boston, Massachusetts, vor, das zu diesem Zeitpunkt 300 Seemeilen entfernt liegt. SR 111 erhält aus Moncton die Freigabe nach Boston und bekommt eine Flughöhe von 31.000 Fuss zugewiesen.

01:15:06: Die Flugverkehrskontrolle schlägt den Piloten vor, Halifax anzufliegen. Halifax befindet sich 56 Seemeilen nordöstlich. Die Crew akzeptiert und erhält die Freigabe. Beide Piloten setzen ihre Sauerstoffmasken auf.

01:16:34: Die Flugverkehrskontrolle gibt die Freigabe für den Sinkflug auf 10.000 Fuss und erkundigt sich nach der Anzahl der Passagiere und dem noch vorhandenen Treibstoff an Bord, um die Daten nach Halifax weiterzugeben.

01:17:19: Die MD-11 sinkt mit 4.000 Fuss pro Minute und voll ausgefahrenen Luftbremsen.

01:18:17: SR 111 wird gebeten, Kontakt zur Bodenkontrolle in Moncton aufzunehmen. SR 111 wechselt unverzüglich die Funkfrequenz und meldet sich an. Die Flughöhe beträgt jetzt 25.400 Fuss, Kurs 050 Richtung Halifax. Die Bodenkontrolle in Moncton erteilt die Freigabe zum Sinkflug auf 3.000 Fuss. Die Crew bittet um 8.000 Fuss, bis die Kabinenbesatzung bereit zur Landung ist. Das wird bestätigt.

01:19:28: Die Flugverkehrskontrolle gibt die Anweisung an SR 111, auf Kurs 030 für einen Anflug auf Landebahn 06 zu drehen. SR 111 befindet sich jetzt 30 Seemeilen vor der Landebahn in Halifax. Das Flugzeug sinkt auf 21.000 Fuss, und die Crew teilt mit, dass die verbleibenden 30 Seemeilen für den Sinkflug nicht ausreichen. Die Flugsicherung weist sie deshalb an, auf Kurs 360 zu drehen, um in einer Schleife Höhe verlieren zu können.

01:20:48: Die Piloten beschliessen, vor der Landung Treibstoff abzulassen.

01:21:20: Die Flugverkehrskontrolle fragt ein zweites Mal nach Passagierzahl und der Treibstoffmenge an Bord. Die Crew meldet, dass sich 230 Tonnen Treibstoff an Bord befinden (tatsächlich betrug das Gesamtgewicht des Flugzeugs 230 Tonnen).

01:22:01: SR 111 dreht nach Südsüdwest auf Kurs 200, um über dem Meer Treibstoff abzulassen. Das Flugzeug ist jetzt 25 Seemeilen von Halifax entfernt.

01:22:01: Der Kopilot reduziert die Sinkrate und fährt die Luftbremsen ein. Das Flugzeug kommt zwischen 10.150 und 10.300 Fuss in den Horizontalflug.

01:23:30: Der Fluglotse in Moncton nennt 180 als neuen Steuerkurs und informiert die Crew, dass die Küste noch 15 Seemeilen entfernt ist. Der Flughafen befindet sich zu diesem Zeitpunkt in 34 Seemeilen Entfernung.

01:24:01: Der Kopilot bittet den Fluglotsen um das Kommando zum Treibstoffablassen.

01:24:09: Der Autopilot an Bord der MD-11 schaltet sich ab. Ein Warnton ertönt im Cockpit.

01:24:25: Der Kopilot informiert Moncton, dass er jetzt manuell fliegt, und bittet um ein Höhenfenster von 9.000 bis 11.000 Fuss. Der Fluglotse gestattet SR 111 eine Flughöhe zwischen 5.000 und 12.000 Fuss.

01:24:42: Beide Piloten melden gleichzeitig einen Notfall („Emergency Call“, höchste Priorität, das heisst unmittelbare Gefahr für Leib und Leben). Die Flugverkehrskontrolle bestätigt den Empfang.

01:24:46: Die Kabinencrew der MD-11 informiert den Kapitän über einen Stromausfall im Passagierabteil.

01:24:53: SR 111 teilt mit, dass sie mit dem Treibstoffablassen beginnen und danach unverzüglich landen wird („we have to land immediate…“).

01:24:54: Der Flugdatenschreiber protokolliert den Ausfall des Gierdämpfers.

01:25:02: Die Besatzung deklariert erneut einen Notfall, den die Flugsicherung bestätigt.

Zwischen 01:25:06 und 01:25:14: Nacheinander fallen alle wichtigen Anzeigeninstrumente im Cockpit aus.

01:25:12: Die Aufzeichnung des Flugdatenschreibers bricht ab.

01:25:16: Die Flugsicherung gibt die Erlaubnis zum Ablassen von Treibstoff. SR 111 antwortet nicht.

01:25:40: Die Flugsicherung wiederholt die Erlaubnis zum Treibstoffablassen. Keine Antwort.

01:25:46: Die Bodenkontrolle in Moncton empfängt unverständliche Gesprächsfetzen (vermutlich auf Schweizerdeutsch), die wahrscheinlich von Flug SR 111 stammen.

ca. 01:30: In der Gegend von St. Margaret’s Bay, Nova Scotia, wird ein grosses Flugzeug im Tiefflug beobachtet. Die Triebwerke sind deutlich zu hören.

01:31:18: Die MD-11 stürzt mit einer Geschwindigkeit von fast 300 Knoten (555 km/h) ins Meer. Ohrenzeugen berichten von einem lauten Knall. Seismographen zeichnen um diese Uhrzeit eine Erschütterung auf.

ca. 02:30: Die ersten Rettungskräfte treffen ein, sie finden nur Leichen und Trümmer von SR 111. Das Video dauert 52 Minuten.

 

 

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